O Galatea

O Galatea, so weiß wie das Blatt schneehellen Ligusters,
Blühend und frisch wie die Au, so schlank wie die ragende Erle,
Glänzend wie heller Kristall, schalkhaft wie das hüpfende Böcklein,
Glatt wie von ständigem Meer am Strande gewaschene Muscheln …

O Galatea, zudem starrsinnig wie trotzende Rinder,
Trüglich wie wallende Flut, hart gleich vieljähriger Eiche,
Zäh wie Weidengesträuch, wie weißliche Ranken am Weinstock,
Unnachgiebig wie hier das Gestein, aufbrausend wie Stromfall,
Stolz wie der prächtige Pfau, weh tuend wie brennendes Feuer

(aus Akis und Galateia bei Ovid)

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